In diesem Blog werden wir, die Mitarbeiter des Veteranen-Projekts, in losen Abständen über unser Vorhaben, unsere Fortschritte, mögliche Schwierigkeiten, interessante Fragestellungen, Nachrichten oder auch sonstige Infos zum Thema Veteranenversorgung berichten.

Seit wir uns als Team im Oktober dieses Jahres zusammengefunden haben, ist einiges passiert. Neben der Bewältigung des ganz normalen bürokratischen und organisatorischen Wahnsinns, den jeder kennt, der einmal in einem Projekt solcher Art tätig war, mussten wir uns als Team erstmal zusammenraufen, die vom Bundewehrkrankenhaus freundlicherweise zur Verfügung gestellten Räume beziehen und in Windeseile an die Arbeit gehen, denn der erste Termin stand bereits Anfang Dezember bevor…

Vom 7. bis 8. Dezember 2015 fand das 4. Berliner Psychotraumakolloquium in der OHG der Julius-Leber-Kaserne in Berlin statt. Bildrechte: Frank Eggen

4. Berliner Psychotraumakolloquium. Bildrechte: Frank Eggen

Am 7. und  8. Dezember 2015 fand nämlich in der Julius-Leber-Kaserne das Berliner Psychotraumakolloquium des Bundeswehrkrankenhauses Berlin unter wissenschaftlicher Leitung von Dr. med. Stefan Siegel statt. Am ersten Tag erwartete die circa 150 Teilnehmer ein Workshop zum israelischen Präventionsprogramm MAGEN, am zweiten Tag wurden zahlreiche wissenschaftliche Vorträge rund um die Themen Versorgungsforschung, Behandlung und Veteranen angeboten.

 

Oberstarzt Privatdozent Dr. Zimmermann eröffnet das Kolloquium. Bildrechte: Frank Eggen

Oberstarzt PD Dr. Zimmermann eröffnet das Kolloquium. Bildrechte: Frank Eggen

 

Im Rahmen dieser Konferenz ergab sich auch für unser Forschungsteam die wunderbare Möglichkeit, unser Vorhaben den Fachbesuchern vorzustellen. Unsere psychologische Mitarbeiterin Simone Dors hat diese Aufgabe übernommen und den Anwesenden einen kurzen Überblick über unsere Pläne für die kommenden drei Jahre vermittelt. Außerdem haben wir den Anlass genutzt, zu einer Expertenrunde einzuladen, die über das Thema „Psychosoziale Versorgung von Veteranen“ diskutiert hat.

Bereits im Vorfeld hatten wir die Teilnehmer des Psychotraumakolloquiums schriftlich um erste Einschätzungen zu dem Thema gebeten, später die ausgewerteten Antworten in zwei aufeinander folgenden Gesprächsrunden zur Diskussion gestellt. Die Expertenrunde setzte sich aus ganz unterschiedlichen bundeswehrinternen wie auch zivilen Mitarbeitern aus dem Bereich der psychosozialen Versorgung zusammen. Von der Sozialarbeiterin, über den Mitarbeiter des Verwaltungsapparats bis hin zum Psychotherapeuten und der Pflegekraft waren somit fast alle psychosozialen Bereiche vertreten. Entsprechend lebhaft und mitunter emotional war dann auch die Diskussion.

Diskussionsrunde beim Traumakolloquium

Dr. Stefan Siegel (re) und Dr. Heinrich Rau (li) während des Psychotraumakolloquiums. Bildrechte: Frank Eggen.

In den nächsten Wochen werden wir die Ergebnisse zu einem Artikel zusammenfassen, den wir Euch auf dieser Seite im Detail vorstellen werden. Interessant war für uns auf jeden Fall, was für einen großen Diskussionsanteil die Thematik  ‚Einbindung von Angehörigen in die Versorgung von Veteranen‘ hatte. Auch die Frage nach Stigmatisierung und Hemmnissen bei der Inanspruchnahme von psychosozialen Leistungen wurde leidenschaftlich und teilweise recht kontrovers diskutiert.

 

Wir sind jedenfalls mit deutlich mehr Fragen als Antworten, aber um viele Anregungen, Hinweise und Ideen reicher vom Kolloquium zurückgekehrt und freuen uns auf die ersten Interviews und Eure Anmerkungen im Neuen Jahr! Und wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen Teilnehmern der schriftlichen Befragung wie auch der Diskussionsrunde für ihre Offenheit, Ehrlichkeit und ihr Engagement bedanken.

Wir wünschen Euch ein schönes, glückliches und gesundes Neues Jahr!

Bis bald…

 

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