Ihr kennt doch sicherlich alle den Song „Insomnia“ mit seinem Refrain „I can´t get no sleep!“. Es gibt auch einen Film, der sich so nennt und einen Nachtclub hier in Berlin. Sie alle haben eins gemeinsam, die Thematik der Schlaflosigkeit bzw. Schlafstörungen. Denn der Fachbegriff für Schlafstörung ist „Insomnie“. Eine Posttraumatische Belastungsstörung, eine Depression oder auch vermehrter Stress können Auslöser für Insomnie sein.

Wenn Ihr selbst davon betroffen seid, dann solltet Ihr ein besonderes Augenmerk auf die Schlafhygiene legen. Damit ist jetzt nicht gemeint, immer frisch gebadet ins Bett zu gehen, sondern den Schlaf von seinen Störfaktoren bereinigen. Grundsätzlich sollte man sich wirklich nur zum Schlafen ins Bett legen. Aber sind wir mal ehrlich, wer hat denn heutzutage keinen Fernseher im Schlafzimmer oder nutzt nicht noch das Handy oder Tablet vor dem Einschlafen?  Wenn Ihr schneller einschlafen wollt, müsstet ihr den Fernseher/das Handy/das Tablet etc. ab jetzt auslassen bzw. ganz wegräumen, dann ist die Versuchung nicht so groß. Wichtig ist auch, dass Ihr, wenn Ihr Euch ins Bett legt, dem Körper das Signal gebt, dass ab jetzt geschlafen wird. Und eben nur das. Es wird kein Film mehr geschaut, kein Buch gelesen, keine Mail beantwortet – das Bett soll nur mit dem Schlaf verknüpft sein. (Naja, fast. Auf ein paar Aktivitäten, die man aus dem Schlafzimmer nicht wegdenken kann, sollt ihr natürlich nicht verzichten).

IMG_5595

Hier noch ein paar weitere Tipps:

  • Lasst die Nacht zum Tage werden und anders herum. Nutzt die Sonne bzw. das Tageslicht und die frische Luft, um euch zu erheitern und fit für den Tag zu machen, dann fällt das Einschlafen am Abend bei Dunkelheit leichter.
  • Schlaft in der Nacht nicht mehr als 8 Stunden. Auch auf das Nickerchen am Nachmittag sollte erst einmal verzichtet werden.
  • Alkohol, aufregende oder aktivierende Aktivitäten (Sport, Computerspiele, Thriller u.v.m.) sollten ab  2 Stunden vor dem Schlafengehen vermieden werden. Nutzt Alkohol bitte nicht als Schlafmittel. Das Einschlafen mag unter Alkoholeinfluss zunächst schneller gehen, die Schlafqualität wird aber nachhaltig gestört. Erholt wacht man am nächsten Morgen dann sicher nicht auf!
  • Ihr solltet Euch vor dem Zubettgehen eine Art Ritual schaffen (z.B. jeden Abend um dieselbe Zeit eine Tasse Kräutertee trinken o.ä.), um innerlich runterzufahren. Wenn Euch etwas sehr beschäftigt, dann schreibt das auf und arbeitet am nächsten Tag daran weiter. Bei der Bundeswehr in der Grundausbildung hat sich der Unteroffizier vom Dienst auf den Flur gestellt und das Kommando „Kompanie, Licht aus!“ gerufen. Das war dann für alle das Signal ins Bett zu gehen und Nachtruhe zu halten. Versucht selbst, innerlich ebenfalls ab dem Zubettgehen alle Aufgaben auf den nächsten Morgen zu verschieben.
  • Außerdem solltet Ihr vermeiden, nachts zu essen. Ihr kennt das bestimmt, wenn Ihr eine Zeit lang regelmäßig um 12 Uhr Mittag isst, dann knurrt der Magen auch am Wochenende um Punkt 12 Uhr. Genauso stellt sich der Körper auch auf nächtliches Essen ein.
  • Wenn  Ihr im Bett liegt und nicht sofort einschlafen könnt, macht Euch keinen Druck oder schaut ständig auf die Uhr, denkt lieber an einen schönen Urlaub zurück oder macht eine Fantasiereise an einen Ort, an dem Ihr gerne wart. Sorgt im Schlafzimmer für eine angemessene nächtliche Raumtemperatur und Ruhe und dunkelt das Zimmer ab.
  • Wenn Ihr trotz aller Maßnahmen noch Probleme beim Ein- oder Durchschlafen habt, dann setzt Euch bitte mit Eurem Arzt oder Psychologen in Verbindung. Zum einen haben die vielleicht noch andere hilfreiche Tipps für Euch, zum anderen gibt es eine Vielzahl an schlaffördernden Medikamenten, die kaum Nebenwirkungen haben und nicht abhängig machen. Auch das ist eine Möglichkeit.

Soweit für heute. Wir wünschen „eine gute Nacht!“

Das Veteranen-Projekt-Team

 

Bildrechte: Beitrags-/Titelbild: ObjektivKRAFT, Bild im Text: Andrew Roberts.

Durch die weitere Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen